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Indonesien & Mayasia 2017

Nach meiner Wanderung nach Wien ging es dann kurz nach Hause etwas umpacken, Heimatluft schnuppern und auf Asien Vorbereiten. Ursprünglich hatte ich überlegt von Wien, oder wo auch immer ich auf meiner Wanderung Ende, zu fliegen aber 1. war der Flug hin und zurück günstiger als jeden Flug OneWay zu buchen und 2. konnte ich so meine Ausrüstung nochmal neu zusammenstellen. Ich meine eine Daunenjacke, warmer Schlafsack oder Zelt in Asien?! Zumindest für mein vorhaben unnötig... auf meiner Wanderung, als ich in Wien war, postete ich in eine Asien Backpacking Gruppe wo man in Bali, Kuta am besten unterkommen kann. Dort lernte ich zufällig ein Mädel kennen, das gerade 3 Tage vor mir dort anreisen würde. Wir wollten in Kontakt bleiben - lustigerweise kam sie aus Wien und ich befand mich zu diesem Zeitpunkt auch schon dort. 

Der Flug war ganz gut. Es passte alles so, dass ich um 22 Uhr Ortszeit ankam, für mich 4 Uhr morgens.  Mein Hostel war auch nur 10 Minuten Fußmarsch vom Flughafen entfernt - perfekt. Die aufdringlichen Taxifahrer konnte ich vertrösten: ich habe es nicht weit und wüsste wo mein Hostel ist. Nach dem einchecken ging ich noch ein paar Meter um was zu essen zu suchen und fand noch ein kleines Warung - eine Straßengarküche. Mit dem Essen dort konnte ich nicht viel anfangen, die Verständigung funktionierte hier auch so gut wie gar nicht - untypisch für Bali da zu weit vom Touri Zentrum entfernt - aber am Ende ging ich mit was zu Essen zurück ins Hostel, was auch noch ganz gut geschmeckt hat. Mittlerweile war es fast 12 Uhr (für mich 6 Uhr morgens) und da ich im Übernachtflug nicht viel schlief konnte ich direkt einschlafen und war Ortszeit 7 Uhr wieder wach - Perfekt um direkt die Stadt zu erleben. Natürlich merkte man den Jetlag noch, alles in allem war die Umstellung aber ganz angenehm. 

Am ersten vollen Tag war ich sehr erschrocken. Kulturschock. Die ersten paar Meter am Warung vom Abend davor waren noch in Ordnung, Aber schon nach 200 Meter kam ich in Richtung Hauptstraße die Quer Kuta Beach hochführt. Es war der Wahnsinn - schwül, heiß, tausende Menschen, endloser Verkehr. Es war mir fast zu viel. Ich hatte mit Julia geschrieben und  wollte mich mit ihr bei Ihrem Hostel treffen. Wir aßen was bei ihrem Hostel und trafen uns noch mit einem Brasilianer. Ehrlich gesagt hatte ich mir Indonesien ganz anders vorgestellt. Aber gut Kuta war das Malle der Australier und Bali generell lebte zu 90% vom Tourismus, wie ich erfuhr. Wir planten zusammen weiter nach Ubud zu fahren da wir uns so das Taxi teilen konnten. Nach einem vollen Tag in Kuta freute ich mich endlich auf ein etwas entspannteres Umfeld. Überall Massagen, Kleidung, Surfbedarf und genug Menschen die Marketing Manager sein könnten, freute ich mich sehr raus zu kommen. Doch weit gefehlt... nirgends unberührte Natur und Ruhe bis nach Ubud war eigentlich alles verbaut und überall Betrieb - nicht so touristisch aber dennoch verbaut und busy. Auf unserer Fahrt schauten wir uns diverse Tempel an und machten Stop in einem Coffee Haus. Hier gab es diverse Sorten Kaffee und Tees. Alles fühlte sich sehr spontan an war aber mit Sicherheit im Plan des Taxifahrers in Absprache mit DIESEM Coffee Haus und mit Sicherheit fuhr der Taxi Fahrer alle seine Gäste an diesen Plätzen vorbei. Als wir in Udub ankamen ging es mir ähnlich wie in Kuta: fast das gleiche Bild. Touris, Verkehr, Shops usw....5 Tage wollten wir hier verbringen. Außerdem trafen wir hier Felix und Frank, die Julia schon von den Tagen vor meiner Zeit in Kuta kennen lernte. Die 2 waren auf einer längeren Reise mit Beginn in Indonesien zurück Richtung Heimat. In Ubud gab es diverse Attraktionen. So war ich im Monkey Forest, Machte eine Rafting Tour, fuhr an einem Tag mit Frank und Felix mit dem Roller umher um die Gegend zu erkunden, genoss eine Massage bei der ich tatsächlich fast einschlief und machte eine Pflanzenwanderung mit. Wobei ich wieder sagen muss dass die individuelle Roller Tour wieder am besten war. Wir fanden eine Schnitzerei die wir uns anschauten: riesige Skulpturen, 3-5 Meter hoch, handbemalt, bis ins Detail ausgearbeitet. Wir kamen an einer Schulklasse vorbei dir ihr Musikstück probten. Langsam trauten wir uns ran und am Schluss spielte ich mit ihnen ein Stück indem ich die Trommel schlug. Es war super die Kultur so hautnah zu erleben. Die Kids freuten sich dass wir uns interessierten und jubelten uns zum Abschied nach. Nach dem Aufenthalt in Ubud ging es weiter nach Ahmed. Schwarzer Strand vom naheliegenden Vulkan Gunung Agung. Ein unglaublicher Anblick der Vulkan. Im Hostel hatten wir ein 16 Bett Zimmer das aber echt gut gestaltet war. Zwischen jeden 4 Betten waren kleine Raumtrenner eingefügt. Es war Frühstück dabei und kostete nur 50 000 Rupiah pro Nacht. Das waren etwa 3 Euro 50. Von Ahmed aus starteten wir diverse Touren und ich wollte den Tauchschein machen. Mit Rollern fuhren wir gefühlt ewig weit um uns Tempel anzusehen, schnorcheln waren wir und am Schluss kam der Tauchschein. Ich hatte erst Theorie und dann ging es in den  Pool. Habe ich schon erwähnt, dass Wasser nicht mein Element ist?! Maske abziehen unter Wasser - Panik, auftauchen. Irgendwann klappte alles und es ging ins Meer. Echt eine geile Sache aber man musste ein Gefühl fürs Austarieren bekommen, was gar nicht so einfach war. Und mit dem Druckausgleich das funktionierte auch nicht ganz so gut bei mir. Nach dem ersten Tag war ich echt kaputt und war froh im Bett zu liegen. Nachts wurde ich plötzlich wach und mir war richtig übel. Nachdem es mich dann zur Toilette verschlagen hatte konnte ich wieder schlafen war aber am nächsten Tag immer noch total fertig.

In Ahmed lernte ich auch eine Frau kennen die weiter auf die anderen Inseln Lembongan und Cenida wollte. Das entsprach eher meinem Plan, da die anderen auf eine der Gili Inseln wollten. Die Inselgruppe besteht aus 3 Inseln. Eine für Honeymoons, eine die recht ruhig und natürlich sein sollte und eine Party Insel auf die meine Reisegruppe wollte.

Das war nichts für mich und da ich unbedingt noch nach Penida wollte entschloss ich mich mit Birgit nach Lembongan zu reisen um von dort weiter nach Penida zu kommen. Wir buchten uns einen doch recht teueren Allround Service in dem alles inklusive war. Transfer zum Hafen und Bootsfahrt. Hätte man das auf eigene Faust gemacht wäre das um einiges billiger gegangen aber was solls. An einem der letzten Abende in Ahmed waren wir in einem Restaurant etwas weiter östlich essen. Von dort konnte man die Brände am Gunung Agung sehen. Dieser zeigte eine erhöhte Aktivität und sollte nach meiner Abreise sogar zur Evakuierung der Umgebung führen. Sieht man auch nicht alle Tage...Nach einer längeren Taxifahrt kamen wir am Hafen an. Riesiger Trubel eine Menge Boote und noch mehr Menschen. Viele warteten auf eine Überfahrt. Lembongan war mit seinen ganzen Seitengassen wie ein kleines Labyrinth. Wir benutzten eine App namens MapsMe auf der man sich offline Karten herunter laden kann aber das mit Karten ist immer so eine Sache, vorallem in solchen kleinen Dorfpfaden. 

Direkt am ersten Abend fuhren wir mit den Rollern an die Devils Tears, einer etwa 15m hohen Klippe. Und wir kamen genau zum richtigen Moment. Die Sonne war am untergehen und die Flut kam, was riesige Wellen verursachte.

Die Wellen wurden höher und höher bis zum Höhepunkt wobei die Gischt beim Aufprall auf die Felsen bestimmt 5-10

über die Klippen spritzte. In den darauf folgenden Tagen erkundeten wir Lembongan und Cenida, die Nachbarinsel die man über die golden Bridge erreichte. Nach 4 Tagen verabschiedete sich meine Begleitung und ich machte mich allein auf den Weg nach Penida. Auch hier lieh ich mir wieder einen Roller und fuhr zu meiner Unterkunft: Rumah Pohon, das Baumhaus. Ich hatte Probleme die sehr sporadische Unterkunft zu finden. Ich fragte mich durch und fand Sie schließich auf dem Nachbarhügel. Man musste den Roller parken ein kleines Tal durchqueren und fand gegenüber die Unterkunft. In der ersten Nacht muss ich in einem Verschlag aus Bauplane unterkommen wo ich Nachts von einem riesigen Käfer gestört wurde. Die beiden folgenden Nächte durfte ich das Baumhaus mit Ausblick beziehen.

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